ABIE - bundesweites Forschungsprojekt zu Abbrüchen in stationären Erziehungshilfen

Stationäre Erziehungshilfen gehören im Kanon der erzieherischen Hilfen nicht nur zu den aufwändigsten und kostenintensivsten Maßnahmen, sondern bedeuten für die betroffenen Kinder, Jugendlichen und Familien auch immer einen tiefen Einschnitt in deren Lebenswelten und Selbstbestimmung.

 

Um so mehr sollten am Ende gerade eines solchen Hilfeprozesses Erfolg und Nachhaltigkeit stehen, wobei in der Realität aber die gesteckten Ziele oftmals nicht erreicht werden konnten oder die Maßnahme gar abgebrochen werden musste.

 

Das Institut "Entwickeln, lernen, sichern" stellt sich in Kooperation mit dem EREV und der Universität Bielefeld dieser Problematik durch o. a. breit angelegtes Forschungsprojekt, an dem sich die NBS neben mehr als 50 weiteren Jugendhilfeträgern beteiligt.

 

Ein Jahr lang werden die Hilfeverläufe aller neu aufgenommenen Kinder und Jugendlichen nach standardisierten und anonymisierten Dokumentationsmanualen beobachtet und beschrieben, diese dem Institut zugearbeitet und dort ausgewertet. Sie enthalten Aussagen der betroffenen Kinder/Jugendlichen sowie deren Eltern, fallführenden SozialarbeiterInnen in den Jugendämtern und ErzieherInnen der Wohngruppen zu Fragestellungen der Vorbereitung, Durchführung und Beendigung der Maßnahme.

 

Aus den daraus gewonnenen Einsichten und Resultaten bzgl. hinderlicher und förderlicher Kriterien für eine gelingende stationäre Jugendhilfemaßnahme sollen neue Arbeitsansätze für die organisatorische und inhaltliche Gestaltung dieses Angebots entwickelt werden.

 

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte direkt der Homepage des Forschungsprojekts:

 

www.els-institut.de