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Die Wohngruppen der NBS in MV nach § 35 a SGB VIII

Was besagt eigentlich der § 35 SGB VIII?

Nach § 35 a SGB VIII haben seelisch behinderte Kinder und Jugendliche und solche, die von einer seelischen Behinderung bedroht sind, einen Anspruch auf eine Eingliederungshilfe. Dies ist der Fall, wenn ein Kind oder Jugendlicher vom alterstypischen Entwicklungsstand abweicht. Das heißt, dass diese Kinder und Jugendlichen in ihrer krisenbehafteten Lebenssituation eine Unterbringung und Fürsorge in ganz besonderem Maße brauchen.

Was bietet die NBS?

Dieser Personengruppe nimmt sich die NBS in MV unter anderem an, um ihnen ein professionelles, sicheres Setting zur Förderung ihrer Entwicklung zu geben.

Folgende Wohngruppen nehmen vornehmlich Kinder und Jugendliche nach § 35 a SGB VIII auf

  • Wohngruppen im Heilpädagogischen Zentrum Schlatkow
    • „Landhaus“
    • „Alter Konsum“
    • „Alte Schmiede“
  • „Fährhaus“ im Jugendhilfezentrum Strelahaus
  • „Janus“ für Jungen mit sexuell grenzverletzendem Verhalten
  • „9 Volt“ als heilpädagogische Wohngruppe.

(In den anderen Wohngruppen der NBS ist eine Aufnahme nach § 35 a SGB VIII nur im Einzelfall möglich.)

Diese Wohngruppen, die auf eine Aufnahme nach § 35 a SGB VIII spezialisiert sind, zeichnen sich insbesondere durch eine sehr engmaschige Betreuung durch unser Fachpersonal aus bis hin zu einem Personalschlüssel von 1:1. Dieser ermöglicht u.a. intensive Einzelbetreuungszeiten, um besser eine stabile vertrauensvolle Beziehung zu diesem aufzubauen und so die eigene Stärke zu reflektieren und zu fördern.

Im Rahmen des Aufnahmeverfahrens erfolgt eine dezidierte Eingangsdiagnostik. So sind die ersten Wochen sehr geprägt von einer intensiven Beobachtung, aber auch sammeln wertvoller Informationen zu erkennbaren Bezugssystemen des Kindes oder Jugendlichen, um dann im ersten Hilfeplangespräch eine sichere Basis für den Hilfeplan und weiteren Förderverlauf zu erhalten.

Pädagogische Betreuung allein reicht jedoch nicht aus, um die Probleme der Kinder und Jugendlichen ausreichend zu lösen bzw. verringern und ihnen eine altersgerechte Entwicklung zu ermöglichen.

Ein weiteres Augenmerk legen wir deshalb auf die psychologische Begleitung der Kinder und Jugendliche; teils durch unsere trägerinternen Psychologen teils durch externe, wenn diese z.B. schon vor der Aufnahme mit dem Kind oder Jugendlichen zusammengearbeitet haben. Mitunter ist auch ein zwischenzeitlicher Besuch in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie vonnöten. Hier sind unsere engen Kooperationen zu den Kinder- und Jugendpsychiatrien in der Umgebung von Vorteil, insbesondere die enge Verzahnung des Jugendhilfezentrums Strelahaus mit derjenigen in Stralsund (MV).

Insbesondere im Heilpädagogischen Zentrum Schlatkow profitieren die Wohngruppen nach § 35 a SGB VIII auch von dem vielseitigen Therapieangebot durch das Therapiezentrum „Alte Schule“. Hier kann die pädagogische Arbeit besonders ergänzt werden durch Angebote der Kunsttherapie, Ergotherapie und Arbeits- und Beschäftigungstherapie. Außerdem bietet sich hier ein vielseitiges Angebot an Freizeitmaßnahmen, wie z.B. Musik, Töpfern oder Reiten.

Die NBS bietet hier in MV viele gute Möglichkeiten der Unterbringung in einer Wohngruppe nach § 35 a SGB VIII. Man muss jedoch nach den individuellen Bedürfnissen des Kindes oder Jugendlichen abwägen, welches die passgenaue Einrichtung ist.

Wenden Sie sich bei Fragen gerne an unsere Aufnahmekoordinatorin:

Frau Velta Zemke

Tel.: 03834 835720

zemke(at)nbs-greifswald.de

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